Selbst für erfahrene Veganer ist ein vollständig veganes Weihnachtsfest manchmal eine Herausforderung.
Doch mit ein wenig Recherche und Kreativität kannst du die Feiertage genießen – auf eine Weise, die sowohl deinen Körper als auch dein Herz erfreut.
Einfache Tipps für ein veganes Weihnachtsfest
1 – Gestalte ein veganes Weihnachtsessen
Bevor du bei dem Gedanken, auf den traditionellen Braten zu verzichten, entsetzt zurückschreckst: Informiere dich über vegane Weihnachtsgerichte.
Es gibt mittlerweile eine riesige Auswahl an köstlichen Rezepten und Produkten, die selbst eingefleischte Fleischesser beeindrucken werden.
Röste dein Gemüse in Öl statt Butter und ersetze Milchprodukte beim Kochen durch pflanzliche Alternativen.
Die Vielfalt an Fleischersatzprodukten und veganem Party-Food in Supermärkten ist heute wirklich beeindruckend.
Unsere veganen Holmes Place Weihnachtsrezepte findest du auf YouTube – sie werden dich inspirieren und motivieren. Nichts hält dich mehr auf!
2 – Achte auf vegane Kleidung
Kleidung gehört zu den beliebtesten Weihnachtsgeschenken – aber nicht alles ist automatisch vegan.
Vermeide echtes Fell und Leder und überprüfe sorgfältig, ob es sich wirklich um Kunstprodukte handelt.
Es gibt wunderschöne Kunstfell-Schals, hochwertige Taschen, Gürtel und Schuhe, die ganz ohne Tierleid auskommen.
Beim Verschenken von Strickwaren sei vorsichtig mit Angorawolle – PETA hat aufgedeckt, dass Kaninchen dafür schmerzhaft gerupft werden.
Modemarken wie Calvin Klein, H&M und SOS haben sich deshalb verpflichtet, künftig auf Angora zu verzichten.
3 – Vermeide Kosmetik, die an Tieren getestet wurde
Es gibt inzwischen viele ethisch hergestellte Kosmetikprodukte – es ist also leicht, auf Tierversuche zu verzichten.
Allerdings ist dieser Bereich für viele verwirrend:
Trotz eines Tierversuchsverbots in Europa sind Tierversuche für importierte Kosmetik in China gesetzlich vorgeschrieben.
Das bedeutet: Viele Marken, die in Europa „sicher“ erscheinen, gehören zu Konzernen, die im Ausland dennoch Tierversuche durchführen.
PETA hat eine hilfreiche Liste mit veganen Marken für Körperpflege und Kosmetik zusammengestellt – so sparst du Zeit und rettest gleichzeitig Tierleben.
4 – Den wahren Geist des Schenkens nicht vergessen
Wir erinnern uns zur Weihnachtszeit gerne an die Werte von Freundlichkeit, Großzügigkeit und Achtsamkeit – aber leben wir sie auch?
Nutze die Feiertage, um zu zeigen, was dir wirklich wichtig ist.
Verändere die Bedeutung von Schenken in deinem Umfeld, indem du bewusst kommunizierst, dass dir gemeinsame Erlebnisse mehr bedeuten als materielle Geschenke.
Vielleicht nutzt du mit deinem Partner das Geld für Geschenke lieber für ein Wellness-Wochenende, ein romantisches Dinner oder eine Mitgliedschaft im Fitnessclub fürs neue Jahr.
Wenn du dennoch physische Geschenke machen möchtest, dann wähle bewusste und nachhaltige Alternativen – wie oben beschrieben.
Und verpacke sie zum Beispiel in alten Zeitungen, Magazinen oder Stoffresten, um Müll zu vermeiden.
5 – Niemanden belehren – sondern mit gutem Beispiel vorangehen
Nicht jeder wird offen für ein vollständig veganes Weihnachten sein.
Nimm das nicht persönlich – und zwinge niemandem deine Überzeugungen auf.
Gerade in der stressigen Weihnachtszeit ist es für viele schwer, neue Gewohnheiten oder nachhaltige Veränderungen umzusetzen.
Aber kleine Schritte zählen – und deine Haltung, dein Handeln und deine positive Energie können selbst skeptische Familienmitglieder dazu inspirieren, nachhaltiger zu denken.
Ein fröhliches veganes Weihnachtsfest für dich – und alle, die dir wichtig sind!